Neben Trump und seiner Kritik an Deutschland steht vor allem ein Land im Fokus: Russland.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will das Bündnis in Europa militärisch stärken, zugleich aber eine Isolierung Russlands vermeiden.

„Wir akzeptieren nicht die Annektierung der Krim, wir akzeptieren nicht Cyber-Propaganda und Einmischung in unsere innenpolitische Angelegenheiten“, so Stoltenberg.

Das ist für mich aber noch kein Argument, Russland zu isolieren oder nicht mehr mit Russland zu reden. Im Gegenteil. Gerade wenn es Spannungen gibt, sollte man miteinander reden.“

Was denkt der Kreml? Frage an einen russischen Militärexperten.

„Russland b etrachtet den kommenden Strategiewechsel der NATO als eine Bedrohung“, sagt der Militäranalyst Aleksandr Goltz. „Vor allem die Initiative, 30 Schiffe, 30 Battalione und 30 Luftwaffen-Geschwader sofort einsatzbereit zu haben.“

Doch all dies hängt davon ab, wieviel Geld die Bündnispartner bereit sind, auf den Tisch zu legen, meint der Militärkorrespondent Brooks Tigner.

„Ein Schlüsselfaktor auf dem Gipfel wird sein, ob die Europäer Trump überzeugen können, dass sie genug ausgeben“, sagt Brooks Tigner von Jane’s Defence Weekly.

„Es scheint bei Trump einen bedrohlichen Trend zu geben, Verteidigungsausgaben mit Handelsfragen zu verknüpfen.“

Unser Korrespondent Andrei Beketow meint: „Die NATO mag zwar derzeit mit einigen Mitgliedstaaten Probleme haben, doch das sollte niemenden in Sicherheit wiegen, am allerwenigsten Putin. Militärisch ist das Bündnis so solide wie noch nie, und der Gipfel so ernst wie nur möglich.“

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