Laut einer neuen Studie, besteht die Gefahr, dass die Erde unbewohnbar wird. Wissenschaftler haben das Szenario „Heißzeit“ (engl. „Houthouse Earth“) genannt.

Die in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass sich das Klima unter diesen potenziellen „Treibhausbedingungen“ langfristig bei einem globalen Durchschnitt von vier bis fünf Grad stabilisieren wird. Das ist höher als die „vorindustriellen Temperaturen“ mit einem um 10-60 Meter höheren Meeresspiegel als heute.

Um dieses Szenario zu vermeiden, müssen nicht nur die Kohlendioxid- und Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre reduziert, sondern auch die vorhandenen biologischen Kohlenstoffspeicher verbessert werden, warnt das Stockholm Resilience Centre, ein auf nachhaltige Entwicklung und Umweltfragen spezialisiertes Forschungsinstitut.

Der Studie zufolge können mehrere „Tipping Points“, also natürliche Rückkopplungsprozesse, zu abrupten Veränderungen führen, wenn eine bestimmte Schwelle überschritten wird. Dazu gehören der Abbau der Biosphäre, das Auftauen des Permafrostes und der Verlust von arktischem Sommermeereis, alles Möglichkeiten bei steigenden Temperaturen.

„Diese Elemente können wie eine Reihe von Dominosteinen wirken. Sobald einer von ihnen umgestoßen wird, schiebt er die Erde in Richtung eines anderen. Es kann sehr schwierig oder unmöglich sein, die ganze Reihe von Dominosteinen daran zu hindern, umzukippen“, sagte Johan Rockström vom Stockholm Resilience Centre gegenüber Euronews.

Diese Dominosteine können das gesamte Erdsystem in eine unvorhersehbare neue Betriebsart bringen.

Das Pariser Abkommen, das 2015 geschlossen wurde, will die vorindustriellen Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts unter zwei Grad Celsius zu halten, um diese katastrophalen Folgen zu vermeiden.

Euronews sprach mit dem Wissenschaftler und Co-Autor der Studie Doctor Steven Lade.

Laut Lade sollten wir weit unter dieser Zwei-Grad-Marke bleiben. „Zwei Grad sind direkt an der Grenze“, sagte er.

Mehrere Kipppunkte werden laut Lade auf der Zwei-Grad-Niveau beginnen: „Wenn wir über zwei Grad hinausgehen, riskieren wir, eine Kaskade dieser Wackelkandidaten auszulösen, die uns bis zur Heißzeit bringen könnte….“ sagte Lade.

Er schlug Lösungen vor, wie die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft, den Schutz bereits vorhandener Kohlenstoffspeicher wie Permafrost und möglicherweise den Abbau von überschüssigem Kohlenstoff durch Biosphärensequestrierung oder langfristige Kohlenstoffabscheidung und -speicherung.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here