In Deutschland bleiben am Freitag nahezu alle Flieger der Billigfluggesellschaft Ryanair am Boden. Die Gewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ hat alle angestellten Piloten zu einem Streik aufgerufen. Er soll von Freitagfrüh bis Samstagfrüh dauern.

Die Fluggesellschaft hat auf die Ankündigung bereits reagiert: 250 Flüge in Deutschland wurden gestrichen. Viele Urlauber sind mitten in der Hochsaison von dem Streik betroffen. Martin Locher, Präsident der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, gibt dafür aber allein Ryanair die Schuld.“Wir hoffen sehr, dass diese Streikmaßnahme dazu führt, dass die Rynair sich bereit erklärt, mit uns Kompromisse zu finden beziehungsweise überhaupt erst mal ernsthaft in konstruktive Verhandlungen einzutreten. Allein schon aus dem Grund, weil wir eben die Passagiere nicht damit treffen wollen, mehrere Streikmaßnahmen durchführen zu müssen. Nichtsdestotrotz: Das hängt sehr stark vom Rynair-Management ab.“

Den Piloten geht es vor allem um feste Gehalts- und Manteltarifverträge. Konkrete Geldforderungen habe man nicht gestellt, heißt es von der Gewerkschaft. Das sieht Ryanair-Betriebschef Peter Bellew anders: „Ich bin mir sicher, dass wir zu einer Einigung kommen können. Aber wir werden nicht unser Geschäftsmodell ändern, um den etwas lächerlichen Forderungen nach Lohnerhöhungen von bis zu 40 Prozent gerecht zu werden. Wir werden keine Lufthansa werden, wir werden unser Billigmodell nicht ändern.“

Vom Streik betroffene Kunden können ihre Tickets umbuchen oder erstatten lassen. Betroffene würden per E-Mail oder SMS kontaktiert werden, heißt es.

Nicht nur in Deutschland werden am Freitag viele Ryanair-Flieger ausfallen – auch in Irland, Schweden und Belgien streiken die Piloten. Damit ist der gemeinsame Arbeitsausstand in vier Ländern der bisher größte Pilotenstreik in der Geschichte von Ryanair.

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