Am Mittwoch ist das Sziget-Festival in Budapest gestartet, aber schon seit Montag haben Festivalbesucher ihre Zelte aufgebaut. Mehrere Tausend nutzten die Möglichkeit der frühen Anreise. Die meisten Auswärtigen werden aus Großbritannien erwartet. Die Festivalbesucher freuen sich unter anderem auf die Arctic Monkeys, den Elektroswing-Pionier Parov Stelar oder den langbärtigen Rocker Seasick Steve.

Schon bisher konnte man über ein spezielles bargeldloses System auf dem Festival sein Geld ausgeben, neu ist dieses Jahr aber ein Bezahlsystem, das in einem Armband integriert ist.

„Man kann über eine App Geld auf das Armband laden“, erklärt Tamás Kádár, Geschäftsführer des Festivals. Am Ende könne man sich das nicht ausgegebene Geld wieder rücküberweisen lassen.

Allerdings weist er auch auf eine Transaktionsgebühr von knapp einem Euro hin. Das kontaktlose Bezahlen setzt sich auf immer mehr Festivals in Europa durch, bei den Besuchern kommt es aber nicht uneingeschränkt gut an. Nicht nur die Transaktionsgebühr, auch umständliche Vorgehensweisen, um sein Geld zurückzubekommen und schlicht der Zwang, sich für das neue System zu registrieren und es zu verwenden, selbst, wenn man nur ein Wasser trinken will, stören einige Festivalgänger. Außerdem sind elektronische Bezahlsysteme anfälliger für Pannen als Bargeld.

Vorteile bringen die Systeme dagegen für die Organisatoren. Sie ersparen sich das Vorhalten von Bargeld, der Bezahlvorgang geht schneller, es kann mehr umgesetzt werden. Diebstahl ist quasi unmöglich, und auch die Versteuerung geht einfach und schnell im elektronischen System vonstatten.

Abhalten lassen sich trotz der Nachteile für die Kunden aber wohl die Wenigsten vom Festivalbesuch. Die Veranstalter hoffen auf mehr als eine halbe Million Gäste.

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