Der Tag als Lehman Brothers pleite ging, gilt als Symbol für den Beginn der globalen Finanzkrise.

Der erste Dominostein fiel jedoch schon ein Jahr zuvor. Am 9. August 2007 schrieb die spanische Bank BNP Paribas drei Investmentfonds ab, die riskanten amerikanischen Hypotheken ausgesetzt waren.

Banken wollten sich untereinander kein Geld mehr leihen, die Europäische Zentralbank musste eingreifen und 95 Millarden Euro bereitstellen.

In den Jahren zuvor waren unverhältnismäßige Summen in den Immobilienmarkt investiert worden. Die Preise stiegen weiter und Hausbesitzer nahmen Hypotheken auf ihre Immobilien auf. Als sie ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten, begannen die Zwangsversteigerungen. Die Preise brachen ein und die Blase platzte.

Die Krise griff von den Finanzmärkten auf das gesamte Weltwirtschaftssystem über. Weltweit mussten Finanzinstitute mit Steuergeldern gerettet werden.

Die Eurozone konnte erst 2014 wieder das Wachstumsniveau vor der Krise erreichen. Doch nicht überall in Europa sind die Folgen der Krise schon überwunden. Während der private Konsum in Deutschland und Frankreich heute rund 10 Prozent über dem Vorkrisenniveau liegt, hat er sich in Italien und Spanien noch nicht vollkommen erholt.

In einem aktuellen Bericht der EZB heißt es, die realen Löhne in Italien und Spanien sind deutlich niedriger als vor der Krise während die Arbeitslosigkeit größer ist.

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