Jedes Jahr widmet sich Operalia auch der Kunst der Zarzuela und erhält damit ein spanisches Erbe am Leben, das Plácido Domingo ganz besonders am Herzen liegt. Er selbst begann seine Laufbahn in der Musikgruppe seiner Eltern, die im 20. Jahrhundert weltberühmte Zarzuela-Künstler waren: „Zarzuela war natürlich die Musik, für die meine Eltern lebten. Deswegen wollte ich von Anfang an beim Wettbewerb einen Preis für Zarzuela-Sänger ausloben. Und immer mehr Kandidaten singen Zarzuela.“

Die Zarzuela wird oft mit der Operette verglichen. Sie vereint Gesang, Tanz und Schauspiel. Dieses Jahr gewannen die Mezzosopranistin Emily d’Angelo sowie die Tenöre Pavel Petrov und Luís Gomes die Auszeichnung.

Emily D’Angelo ist hingerissen von der Erfahrung: „Die Musik ist so leidenschaftlich und geht unter die Haut. Spanische Musik kommt von Herzen. Sie ist immer auch ein wenig düster, aber das ist besonders ergreifend, weil es aus dem Innersten zu kommen scheint. Ich bin keine Muttersprachlerin, aber in diese Sprache und die Kultur einzutauchen, war einfach wunderbar. Eine neue Erfahrung. Ich werde auf jeden Fall weiter machen.“

Tenor Pavel Petrov findet: „Für mich kommt Zarzuela-Singen direkt aus der Seele. Es ist nicht wirklich dramatisch für die Stimme, aber für den Charakter den man spielt. Es ist fantastisch.“

Für den portugiesen Luís Gomes hat die Zarzuela vertraute Anklänge: „Wo ich in Portugal komme, ist man diese Art Musik gewöhnt, diese spanischen Gefühlswelten, die gehen unter die Haut. Wir haben das auch irgendwie im Blut. ich liebe diese Musik und finde es toll, wie die spanischen Worte mit dieser Musik verwebt werden. Deswegen habe ich beschlossen, es zu machen.“

Solche Aussagen freuen Initiator Plácido Domingo: „Ich bin sehr froh, dass ich auf der ganzen Welt Zarzuela singen kann, und dass immer mehr Sänger diese spanische Musik kennen und lieben lernen.“

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