Der kanadische Regisseur David Cronenberg ist beim Filmfestival in Venedig mit einem Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Dazu der mexikanische Oscar-Preisträger und Jury-Präsident Guillermo del Toro:

„Dieser Filmemacher hat sich eine gedankliche Unabhängigkeit bewahrt. Allgemeine Definitionen sind zu eng für ihn. Er hat der Welt gezeigt, dass er in keine Kategorie passt. Er hat sein eigenes Genre erfunden. David Cronenberg ist kein Genrefilmer, er ist das Genre eines Filmemachers“.

Er ist einer der wagemutigsten Regisseure aller Zeiten, so Festivaldirektor Alberto Barbera. Zu Cronenbergs bekanntesten Werken gehören der Science-Fiction-Horrorfilm „Die Fliege“, „Naked Lunch“ und der kontrovers diskutierte Film „Crash“, über Menschen, die an Autounfällen sexuellen Gefallen finden.

„Danke Guillermo, für deine freundlichen und großzügigen Worte, mein Monsterbruder. Wir sind selbst Monster, Monster des Kinos und der Kunst. Und diese Kreatur, dieser Löwe, golden und mit schönen Flügeln ist auch ein Monster. Für mich repräsentiert er das Monster der Kunst und der Wahrheit. Beides brauchen wir heute mehr den je. Lang lebe das Monster der Kunst, möge es all seine vielen Feinde besiegen. Ich danke ihnen“.

Ein Tag zum Feiern, für den nicht unumstrittenen 75-Jährigen. Seine verstörenden Filme werden vom Publikum und von der Kritik teils bejubelt und teils verrissen.

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